Meine Mutter

Gedicht von TVF

08 tines seele
Meine Mutter, sie beschimpft mich als faul und bequem.
"Ich will das nicht, ich mach das nicht!" so geifert sie
und meint dabei mich, sie äfft mich nach.
So sei ich gewesen, schon immer und bleib es,
ich ändere mich nie, so denkt sie über mich.
Bitte? So soll ich gewesen sein?

Meine Mutter, sie kennt mich nicht.
Sie macht die Augen zu, hat es schon immer getan,
will nicht sehen, was mir, ihrer Tochter, wiederfahrn.
Seit 9 Jahren erziehe ich meinen Sohn,
durch Höhen und Tiefen, doch immer mit Mut.
Mit Stärke und Kraft, oft alleine,
hab ich vieles geschafft und kam immer wieder auf die Beine.

Meine Mutter, sie hat von mir ein falsches Bild.
Eins, in dem ich die Schlimme bin und falsch.
Sie will, dass ich die Welt mit ihren Augen seh,
doch das will ich nicht, das tut so weh.
Ich habe studiert mit guten bis sehr guten Leistungen,
ALLEINE und ich frage mich, ist das FAUL?
Ich wohne in einer eigenen Wohnung,
aus eigener Kraft, ich bezahle sie von meinem Geld,
und ich frage mich, ist das BEQUEM?

Ich beziehe Rente, aber nicht aus Faulheit,
meine Seele ist zerstört, und das ist das Ergebnis.
Aber ich lebe, ich habe ÜBERLEBT.
Ohne meine Mutter, denn ihre Augen waren zu.
Abgewendet von mir, gibt sie mir die Schuld daran.
Lebe ich im falschen Film? Das eine Mutter so was kann...

Meine Mutter, ich habe sie geliebt und tue das immer noch.
Warum, das kann ich mir nicht erklären.
Sie hasst mich, denn ich bin die Böse, sagt sie.
Hab die Familie zerstört, aber war das nicht eher sie?
Sie liebt diesen Mann, den sie schützt und verteidigt,
aber ist das nicht FALSCH?
Eine Mutter, die ihre Tochter liebt,
die schützt sie und erhält die Familie ohne Störenfried.

Meine Mutter, sie ist eine arme Frau,
die in ihrer Welt lebt, fern von der Realität.
Sie versucht mir, das in die Schuhe zu schieben,
wofür sie die Schuld trägt, sie hat versagt.