Psychotherapeutische Leistungen

Stimmung

Wesentliche Punkte

Psychotherapeutisches Arbeiten und Führen von fachkundigen Gesprächen

  • Schaffen einer vertrauensvollen Atmosphäre
  • Heilung und Besserung von Beschwerden und Symptomen
  • Orientierung auf Ursachen von Krankheiten und Störungen
  • Erkennen von Konflikten in Familie und Umfeld
  • Lösungen finden und selbstverantwortlich handeln
  • Sich selbst besser kennen- und verstehenlernen

Lesen Sie hier die ausführlichen Erläuterungen:

Gegenstand und Bezeichnung der Therapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie orientiert auf diejenigen Ursachen der Krankheit oder Störung, die etwas mit konflikthaften Beziehungen zu tun haben. Diese Konflikte können zum einem direkt als Probleme erkennbar werden, die Sie im Umgang mit bestimmten Menschen aus Ihrer Familie und/oder aus Ihrem sozialen Umfeld haben oder hatten. Zum anderen können Sie sich in der Schwierigkeit äußern, sich selbst zu verstehen, mit sich zufrieden zu sein oder einfach zufrieden stellend zu arbeiten oder das Leben zu genießen. Um diesen Ursachen oder Teilursachen Ihrer Krankheit oder Störung auf die Spur zu kommen, wird eine bestimmte Art von Kommunikation notwendig - psychotherapeutische Gespräche und/oder Interventionen.

Grad der Sicherheit, mit der Psychotherapie hilft

Die Ihnen vorgeschlagene Methode der Psychotherapie führt nachweislich beim überwiegenden Teil der Patienten zu Besserung oder Heilung. Diese Methode ist wissenschaftlich ebenso sorgfältig untersucht wie andere medizinische Behandlungsverfahren. Die Aussicht auf eine Besserung oder Heilung kann natürlich durch Sie entscheidend beeinflusst werden.

Vorgehen innerhalb der Therapie

Wie hilft der Therapeut?

Da die Therapie unter anderem auf Gesprächen basiert, ist es an dieser Stelle wichtig zu erklären, wie sich psychotherapeutische Gespräche von denen unterscheiden, die Sie mit Angehörigen, Freunden und Bekannten führen: Häufig laufen Gespräche im Familien- oder Freundeskreis darauf hinaus, dass der andere aus seiner Sicht Ratschläge gibt und sagt, wie er es an Ihrer Stelle machen würde. Vielleicht fühlten Sie bei solchen Unterhaltungen auch schon einmal, dass der andere Vorurteile oder einfach schlechte Erfahrungen hatte, die seine Ratschläge färbten.

Der Psychologe hingegen wird versuchen, Sie und Ihre Reaktionsweise besser kennen zu lernen und das, was Sie ihm sagen, sinngemäß und in der genauen Bedeutung für Sie zu verstehen und Ihnen darüber eine Rückmeldung zu geben. Auf diese Weise kann er Ihnen sehr dabei helfen sich selbst zu verstehen, so dass Sie schließlich wissen, was Sie tun können und was gut für Ihre Beziehung zu anderen ist. Er wird Ihnen natürlich seine Meinung sagen, wenn er sieht, dass Sie etwas Unüberlegtes tun wollen, das von momentanen starken Gefühlen des Ärgers, Zornes oder auch der Zuneigung bestimmt ist und das evtl. Ihnen oder anderen Schaden bringen könnte. Aber sein Hauptinteresse ist, dass Sie in einer warmen und verständnisvollen Atmosphäre mit weniger Angst Ihre inneren Spannungen erkennen, neue Einsichten gewinnen und mehr und mehr Selbstverantwortung übernehmen können.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychologie ist eine Therapie, in der der Patient entscheidend mithilft, und es ist wichtig für den Erfolg der Therapie, dass Sie möglichst offen über Ihre Sie bedrückenden Gefühle und Konflikte sprechen.

Welche Inhalte werden in der Psychotherapie besprochen?

04 gesichter

"Gesichter"
mit freundlicher
Genehmigung von TVF

Abgesehen von ausbleibenden Ratschlägen unterscheidet sich die therapeutische Beziehung auch dadurch von Alltagsbeziehungen, dass vorwiegend über das gesprochen wird, worüber man sonst weniger spricht:

  • Bedürfnisse
  • Gefühle
  • Kränkungen
  • eigenes Fehlverhalten
  • beschämende, peinliche oder völlig unverständliche Empfindungen und Erlebnisse
  • körperliche Beschwerden im Zusammenhang mit seelischen Schwierigkeiten
  • eigene Gewalterfahrungen

Es ist klar, dass man auch in der therapeutischen Beziehung nicht von vornherein alles, was einen bewegt, mitteilt. Hinzu kommt, dass vielen Menschen gar nicht bewußt ist, dass sie innere Konflikte belasten und diese z. B. eine mögliche Ursache für körperliche Beschwerden sind, oder dass sie ihre Beziehungen immer wieder konflikthaft und krankmachend gestalten. Dies soll bewusst erkannt und bearbeitet / verändert werden.

In jedem Falle unterliegt der Psychotherapeut einer strengen Schweigepflicht.

Was tun, wenn Störungen in der Beziehung zum Therapeuten auftreten?

Natürlich sollten Sie auch über solche Probleme sprechen, die Sie daran hindern, in der Therapie mehr von sich zu erzählen. Z. B. sollten Sie es Ihrem Therapeuten sagen, wenn Sie ihm gegenüber Vorbehalte haben, wenn Sie misstrauisch sind oder das Gefühl haben, er nimmt Sie nicht so an, wie Sie es erwarten. Solche Störungen sollten Sie ansprechen und mit dem Therapeuten gemeinsam versuchen herauszufinden, wie diese zustande gekommen sind und wie sie behoben werden können.

"Symptombewegungen" haben immer eine Bedeutung

Während der Psychotherapie sind Geduld und das Entwickeln einer anderen Einstellung zu Ihren Beschwerden bedeutsam. Nach einer gewissen Zeit werden Sie feststellen, dass Ihre Symptome "in Bewegung" kommen; sie können plötzlich verschwinden oder sich verändern. Versuchen Sie möglichst unmittelbar eine Beziehung zwischen diesen "Symptombewegungen" und der Art und Weise, wie Sie die Therapie erleben, herzustellen. Es ist möglich, dass Sie im Verlauf der Therapie auch solche "Symptombewegungen" erleben, die einer Zunahme Ihrer Beschwerden entsprechen. Es kann passieren, dass Sie sich unwohl fühlen, deprimiert sind und die Therapie Ihnen sinnlos erscheint. Sie könnten dann auf die Idee kommen, die Therapie abzubrechen.

Solche Symptomverstärkungen sind meist ein sicheres Zeichen dafür, dass in der therapeutischen Beziehung ähnliches geschehen ist wie zum Zeitpunkt, als die Beschwerden entstanden sind. Es gibt im Unterschied zu damals jedoch günstigere Voraussetzungen dafür, die verantwortlichen Probleme zu erkennen und zu lösen. Diese "Symptombewegungen", auch vorübergehend zum Schlimmeren hin, können also den Weg zur Konfliktlösung und zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit weisen.

Therapeutische Erfolge oder Veränderungen können Ihre Umgebung stören

Es ist möglich, dass während der psychotherapeutischen Arbeit Ihre Angehörigen, Freunde oder Bekannten am Erfolg oder an der Sinnhaftigkeit der Therapie zweifeln. Wenn Sie Krisen haben, aber auch dann, wenn Sie sich im Rahmen eines Therapiefortschrittes für Ihre Umgebung ungewohnt verhalten, könnte es sein, dass diese Menschen Ihnen zum Abbruch raten oder Sie in Ihren Zweifeln bestätigen. Versuchen Sie dann, diese zu verstehen und bringen Sie es in der Therapie zur Sprache.

Ich hoffe, dass Sie nun von der Psychotherapie etwas konkretere Vorstellungen haben und wünsche Ihnen für Ihre Behandlung viel Erfolg.